Als ich mich vor Monaten zu meiner Reise entschloss und die Flugtickets tatsächlich im Postfach lagen, war es für mich ein Befreiungsschlag. Ich hatte mich so sehr in meine eigene negative Gefühlswelt verloren, dass ich nur eines wollte: weg.
Weg aus meinem kleinen Zimmer in Konstanz, das noch so viele frische Erinnerungen in sich verbarg.
Weg von der gewohnten Umgebung, um meine Gedanken um andere Dinge kreisen zu lassen.
Und weg von dem existierenden Alltags-Ich, das meiner eigenen Vorstellung in keinster Weise mehr ähnelte.
Ich betitelte die Reise gern als "großes Abenteuer" vor dem Abschluss, aber ein kleiner Teil von mir wusste schon von Anfang an, dass es sich nach Flucht anfühlte. Zwar hatte ich es geschafft mich dem Alltag zu fügen, den Dingen seinen Lauf zu geben, aber eine kleine Stimme in mir konnte immer noch nicht zum Schweigen gebracht werden.
Alleinsein
Ich habe nie geglaubt, dass ich einen anderen Menschen brauche um glücklich zu sein. Ich war auch stets der lauteste Fürsprecher dafür, dass man auch alleine "ganz" ist, dass man sich zuerst lieben muss um einen anderen Menschen vollständig lieben zu können. Aber ich war auch immer der heuchlerischste Fürsprecher meiner eigenen Ideen, denn ich war die letzten neun Jahre meines Lebens nie wirklich allein. Und ich hatte diese Fähigkeit des Alleinseins verlernt.
Wenn man fast ein ganzes Jahrzehnt immer jemanden für eine zweite Meinung hatte, verlernt man seinem eigenen Bauchgefühl Vertrauen zu schenken und für sich selbst eine Entscheidung zu fällen. Wenn man für solch eine lange Zeit immer jemanden dicht an seiner Seite hatte, verlernt man vielleicht eines Tages allein zu gehen und sich den Weg selbst auszusuchen - ohne Kompromisse. Allein das "Guten Morgen" nach dem Aufstehen und das "Gute Nacht" zu Abend hat mich verlernen lassen den Tag für mich zu beginnen und zu beenden.
Ich habe mich während der Jahre so sehr an die Geborgenheit, an die Zärtlichkeit und die stetige Bestätigung eines anderen gewöhnt, dass ich mich allein unvollständig und verloren fühlte.
Ich habe mich in einer Zweisamkeit, in einem "Wir" verloren.
Versteht mich nicht falsch - es hat mich nie jemand in meine "Rolle" der Freundin gezwungen oder dass ich mich unwohl gefühlt habe dabei. Ich bin vermutlich einfach ein Beziehungsmensch, jemand der gern für den anderen Kompromisse eingeht, sich plötzlich neue Hobbys zulegt, um den anderen eine Freude zu bereiten, jemand der sich ohne Probleme auf ein anderen Menschen einlassen kann und der nicht gern allein ist.
Das vergangene halbe Jahr habe ich aber dieses "Alleinsein" erst wieder lernen müssen. Ich musste lernen auf meinen eigenen Beinen zu stehen ohne mich anzulehnen und einen gedanklichen Rückzugsort zu errichten, in dem ich gern allein für mich war. In der Zeit habe ich auch mehr in mich hineingehorcht und mich selbst besser kennengelernt. Wahrscheinlich hat mir die Reise nochmal den letzten Kick gegeben, um auch allein für mich selbst funktionieren zu können und dieses "Alleinsein" zu schätzen zu lernen, denn es birgt auch viele schöne Seiten an sich - ich habe gelernt mich selbst herauszufordern, mich neu entzudecken und über meine Ängste hinwegzusehen.
Nie hätte ich gedacht für einen Moment meine Höhenängste überwinden zu können.
Nie hätte ich gedacht allein in den Flieger steigen zu können und auf der unteren Seite der Erdkugel zu landen.
Nie hätte ich gedacht wie viel Spaß mir das Leben außerhalb meiner Komfortzone machen würde.
Vielleicht werde ich im tiefsten Inneren immer noch eher der Typ Mensch sein, der nicht gern allein ist. Vielleicht werde ich innerlich immer das kleine Mädchen bleiben, das sich darauf freut jemanden seine "bessere Hälfte" zu nennen. Und vielleicht wird eines Tages jemand anderes sich die Zähne an meiner kleinen, improvisierten Mauer durchbeißen müssen. Aber für diesen Augenblick weiß ich, dass ich mich nicht mehr verloren fühle mit dem wer ich bin, wo ich bin und was ich tu.
Eigentlich hatte ich es sowieso vor gehabt, eigentlich wollte ich nämlich die 10 Wochen meiner Reise so gut wie möglich aufs Handy, auf das Internet und auf meine mobile Abhängigkeit verzichten. Eigentlich wollte ich weder in Vietnam, noch in Australien mir eine Simkarte holen, das Handy nur zum Fotografieren nutzen und erst Abends im Wlan ins Netz gehen. Eigentlich.
Als ich aber in Vietnam angekommen bin, habe ich gemerkt, dass dieses "Ohne Handy"-Ding ziemlich einsam macht. Denn jedes Mal wenn wir in ein Restaurant, in ein Café oder irgendwo zum Ausruhen hinsetzten, zuckten alle unverzüglich ihr Lieblingsspielzeug raus und starrten allesamt auf ihre leuchtenden Bildschirme. Während ich sie dabei anstarrte, wie sie das Leben anderer stalkten und ihre eigene Chronik mit den neusten Bildern befüllten, musste ich irgendwann doch zugeben, dass mir die internetz-ische Freiheit fehlte und legte mir doch eine lokale Simkarte mit 3G an.
Dann in der letzten Woche der Schock. Auf meinem Flug nach Sydney nach Saigon schaltete ich mein Handy aus und als ich es während des Transfers anschalten wollte passierte nichts. Ich dachte es läge am Akku, aber auch das Aufladen wollte nicht funktionieren. Kein rotes Lämpchen wollte blinken, das Anschließen am Laptop zeigte keine Reaktion. Tot.Einfach so.
Und für mich bedeutete es der tatsächliche - zwar erzwungene -Urlaub von einem Handy und der Verbindung zur Außenwelt - der Erste seit über zehn Jahren!
Funkstille
Gedanken eines Handyjunkies
Endlich habe ich seit gestern auch wieder ein Handy und fühle mich auch nicht mehr als würde ich ohne meine rechte Hand rumlaufen. Die letzten zwei Wochen ohne Handy waren definitiv eine interessante Erfahrung für mich - anfangs sind mir viele, viele Nachteile aufgefallen, aber auch einige Vorteile haben sich tatsächlich zeigen können, die ich mir unbedingt für den Umgang mit meinem Smartphone merken möchte.
#Abgeschotten
Man ist einfach raus. Raus aus dem System, fern von den sozialen Netzwerken und abgeschotten von seinen Kontakten. Natürlich konnte ich für den Notfall mal ein Handy ausleihen, aber seien wir mal ehrlich: Wer kann heutzutage noch Telefonnummern auswendig? Ich glaube die zwei Nummern, die ich noch heute auswendig kann, sind zum Einen meine Eigene und zum Anderen das Haustelefon meiner Eltern.
Ich habe mich zwischendurch fast schon "allein" gefühlt. Dieses dringende Bedürfnis unbedingt und immer erreichbar für alle zu sein und zu wissen, dass man jederzeit jeden erreichen könnte, war die ganze Zeit unterschwellig da.
Langsam fing ich aber an das Gefühl anders zu interpretieren: Ich fühlte mich irgendwie freier nicht immer erreichbar sein zu müssen. Es fühlte sich gut an für längere Zeit nicht von allen sozialen Netzwerken beschallt zu werden, von der Flut an Informationen mitgerissen zu werden und mal seinen eigenen Gedanken die Hauptfrequenz im Kopf zu gönnen. Ohne Handy war ich mir mehr bewusst darüber, wann und wie ich mich über mein Laptop ans Netz anschließen möchte, erreichbar bin oder Nachrichten aufrufe.
#NotForYourEntertainment
Ich bin ein Musikmensch. Ich liebe Spotify und mag es im Bus, beim Einkaufen oder Rumbummeln die Atmosphäre meines Alltags mit Musik zu untermalen. Manchmal liege ich auch einfach auf der Couch, lasse meine Seele baumeln und mich von Musik in Tagträume verführen. Selbst die Miu mit schlechter Laune lässt sich mit der perfekten Playlist ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Und nun stellt euch meine zwei Wochen ohne Musik vor - es war so furchtbar "trocken" und in meinem Kopf stelle ich mir immer noch vor, wie ich ganz griesgrämig durch die Straßen gelaufen bin, weil keine fröhlichen Melodien meine Stimmung auf Trapp hielten.
Aber nicht nur Musik hat mir gefehlt, auch die ständige Beschäftigung mit Fotobearbeitung für Instagram und das Lesen von Blogs hat mir einen großen Zeitblock freigeschaufelt, den ich anders zu beschäftigen hatte. Oder das Rumdaddeln auf dem Handy während man wartet - an der Bushaltestelle, am Flughafen, beim Zahnarzt oder im Café [wenn man mal wieder ganz Deutsch viel zu früh dran ist und die anderen die Anstandsviertelstunde einhalten]. Dadurch habe ich es beispielsweise in den zwei Wochen geschafft endlich zwei Bücher auszulesen, die schon länger auf mich warteten. Und ich habe ein vietnamesisches Buch wieder ausgebuddelt, dass ich nie richtig angefangen habe.
Oh, aber wie mir meine Kamera gefehlt hat! Das LG G4 [habe mir übrigens einfach das selbe Modell nochmal gekauft *höhö*] hat einfach eine fantastische Kamera und ich nutze gerne meinen Asiatin-Bonus um von allem[besonders von leckerem, hübschen Essen] und jedem Fotos zu machen!
#Sicherheit
Das hört sich vielleicht irgendwie merkwürdig an, aber ohne Handy habe ich mich deutlich unsicherer gefühlt. Auch wenn ich mich auf meinen Reisen immer gern mit Absicht verlaufe, habe ich mit Google Maps immer zurück gefunden. Oder auf Taxifahrten konnte ich mit dem GPS immer nachverfolgen, ob ich nicht vielleicht doch gemiunapt werde, um rechtzeitig die Türen aufzureißen und heldenhaft auf die Straße zu kullern. Oder wenn man sich verabredet hatte, konnte ich nicht nach zwei Minuten Verspätung kurz nachfragen, ob ich nicht vielleicht vergessen worden bin.
Ohne das gute Teil in der Hand musste ich mich wieder auf meinen Orientierungssinn verlassen [nicht gerade die beste Alternative, bei einem Orientierungssinn wie n Toastbrot], aber was ich auch sehr gern mochte: Ich bin mehr auf Menschen zugegangen um nach dem Weg zu fragen, habe viel Small Talk geführt und irgendwie entstand dadurch mehr Offenheit für das Zwischenmenschliche. Ich musste mich mehr in Geduld üben, nahm die Umgebung um mich herum viel deutlicher wahr und hab mich viel häufiger einfach auf mein Bauchgefühl verlassen.
5 Schritte
zu einem bewussteren Umgang mit dem Smartphone
Ich war oder bin *hust*extrem handysüchtig und das haben mir die vergangenen zwei Wochen definitiv bewusst gemacht. Und dieser puren Abhängigkeit des "Immer-Erreichbar-Seins", des Informationsflutes möchte ich versuchen entgegenzuwirken und dem Alltag mit 5 einfachen Schritten wieder ein Stück "Entschleunigung" zu schenken.
Bewusst suchten: Nicht alle Feeds müssen komplett durchgescrollt werden. Ich möchte mir meine Suchtzeiten aussuchen und begrenzen. Statt zu sagen: "Nur noch kurz mal schauen, was so auf Instagram passiert", dann lieber "Ok, du hast jetzt 20 Minuten Zeit dafür". Und dass ich mir bewusst mache, wann ich die Angewohnheiten habe, mein Handy raus zu kramen und in diesen Momenten gerade absichtlich die Gewohnheit durchbreche.
Internet ausschalten während des Unterricht, Meetings, Lerneinheiten oder wenn ich blogge oder an Projekten sitze. Damit ich mich wirklich zu 100% darauf konzentriere - für kurze Pausen kann ich immer noch schauen, ob ultra-super-dicke-wichtige Nachrichten eingetroffen sind [meist eigentlich nicht, sondern nur irgendwelche süße Tierfotos, die ich mir auch später anschauen kann].
Handy in der Tasche lassen, wenn ich mit Freunden bin. Auch die Freunde darum bitten oder zur Not einen "Handy-Tower" bilden und der Erste, der nach dem Handy greift muss eine Runde ausgeben. Man muss auch nicht immerdirekt alles googlen, was man nicht weiß, sondern kann darüber lustig philosophieren oder witzige Wetten abschließen.
Später sind die Momente auch immer noch aktuell - lieber schnell ein paar Fotos knipsen, das Handy wegstecken und den Moment genießen. Instagram, Facebook und co. können auch später noch davon erfahren, was ich so erlebt habe.
15-30 Minuten vor dem Schlafen gehen das Handy auf Flugmodus stellen. Die Augen brauchen auch einmal Ruhe und der Körper soll sich bewusst aufs Ausschalten einstellen. Für den Flugmodus kann man es immer noch so einstellen, dass bestimmte Kontakte für den Notfall trotzdem anrufen können.
So viel zu meiner Handysucht - wie geht es euch mit eurem Smartphone?
Fehlt euch was, wenn ihr euer Handy mal daheim liegen lasst?
Und welche App erleichtert, verändert oder beeinflusst eurer Meinung nach das Leben gewaltig?
Als ich in Sydney angekommen bin [kurze Zwischenlandung bevor es weiter nach Brisbane ging] war ich echt erstaunt darüber, wie sehr mich der erste Eindruck an Deutschland erinnert hat - besonders der Flughafen von Sydney selbst hatte für mich starke Ähnlichkeiten zu dem Düsseldorfer Flughafen. Aber vielleicht lag es nur daran, dass ich erst vier Wochen Vietnam hinter mir hatte und mich in dem Moment alles Nicht-Asiatische an Deutschland erinnert hätte.
Ich bin jetzt nun schon seit drei Wochen in Brisbane [und es sind nur noch 2 Wochen meiner Reise übrig!] und bereits in der ersten Woche sind mir viele, kleine australische Besonderheiten aufgefallen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben oder an denen ich die lässige Denkweise und Mentalität erkennen konnte.
6 Australian Things
Die mich anfangs verwirrt, zum Schmunzeln oder zum Nachdenken angeregt haben!
"Hi, how are you?"
Wenn man in Australien Menschen begegnet - ob jetzt der Kassierer beim Einkauf, die Kellnerin im Restaurant oder ein Bekannter beim Vorbeilaufen - wird man direkt mit "Hi, how are you?" begrüßt. Die ersten Male war ich noch komplett überfordert mit der Frage, weil ich es mir in Deutschland irgendwann angeeignet habe tatsächlich und relativ ehrlich zu antworten und ich einfach nicht darauf gefasst war, dass irgendwelche fremden Menschen mich aus heiterem Himmel fragen, wie es mir ginge.
Das Problem war aber, dass mir nie genug Zeit blieb um zu Antworten UND auch noch die Gegenfrage zu stellen. Genau genommen bleibt einem nicht mal genug Zeit um mit "I'm fine" zu antworten - weil nebenbei das tatsächliche Geschehen schon ganz woanders ist. Denn hier drüben darf man die Frage nach dem Befinden gar nicht ernst nehmen, es ist viel mehr noch eine Floskel als in Deutschland - wie das "How do you do?" auf das man ja auch nur mit "How do you do?" antwortet.
Irgendwann habe ich mich schnell daran gewöhnt und sogar selbst bei der Arbeit angefangen die Kunden mit "Hi, how are you?" zu begrüßen.
Free like a bird?
Das hat mich am ersten richtigen Tag in Brisbane wahrscheinlich am meisten verwundert: Die ganzen verschiedenen Wildvögel, die es hier drüben gibt! Als erstes wurde ich direkt morgens früh [mit minimalen Jetlag bei drei Stunden Zeitverschiebung] von irgendeinem richtig lauten und nervigen Vogel vorm Fenster geweckt. Dann sind wir zum Southbank Parklands in die Innenstadt gefahren und es gab riesige Vögel, die ich nicht identifizieren konnte.
Zu Anfang habe ich noch gedacht, dass es daran läge, dass es sich um ein Park gehandelt hat, aber die Wildvögel sind durch das viele Grün in Australien wirklich überall und in den verschiedensten Arten zu finden. Witziger war es noch auf unserem Roadtrip entlang der Ostküste, da wir beim Zelten fast jedes Mal von allen möglichen Vögeln umzingelt worden sind, sobald wir mit dem Kochen oder Grillen anfingen. Obwohl ich es mir vor meiner Reise schon bildlich vorstellen konnte, wie ich jeden Tag eine Tarantel aus meinem linken Schuh fische, habe ich bisher mehr merkwürdige und außergewöhnliche Vogelarten gesehen als Spinnen und Schlangen [zum Glück *auf Holz klopf*].
Kurzlebigkeit und Spontanität der Dinge
Ich habe den Eindruck, dass in Australien das Leben nicht auf Langlebigkeit ausgerichtet ist bzw. man immer offen für Spontanität und Veränderungen ist. Während man beispielsweise bei Wohnungsanzeigen in Deutschland des Öfteren eine Mietzeit von mindestens einem Jahr gewünscht ist, liegt die Mindestanforderung in Australien bei nur drei Monaten. Oder auch die Miete wird nicht monatlich bezahlt, sondern wöchentlich.
Ein weiteres Beispiel für dieses "spontane Lebensgefühl" ist ein besonderes Arbeitsverhältnis, dass ich so noch nicht wirklich erlebt habe. Und zwar gibt es hier neben "Vollzeit" und "Teilzeit" noch die Möglichkeit "Casual" eingestellt zu sein. Das System an sich habe ich noch nicht ganz durchblickt, aber so wie ich es verstanden habe stehen folgende Bedingungen:
Als "Casual" befindet man sich in einem "Pool" und wird in den Arbeitsplan aufgenommen, wenn man gebraucht wird
Wöchentlich erhält man den Arbeitsplan für die nächste Woche, d.h. im Umkehrverfahren, dass man jede Woche auch angeben kann wann man arbeiten kann und wann nicht [ähnlich wie bei uns Studenten in Deutschland]
Stundenlohn liegt etwas höher als bei den anderen Arbeitsverhältnissen, da man keine Stunden garantiert bekommt
Allgemein ist es dadurch etwas lockerer, aber gleichzeitig auch unsicherer [da spricht die Deutsche in mir]. Meine Freunde haben mir aber auch gesagt, dass wenn man sich nicht ganz so blöd anstellt und die Basics in dem jeweiligen Job beherrscht, käme man auch auf die Stunden um über die Runden zu kommen.
Unglaubliches System, aber spiegelt die locker-lässig-spontane Mentalität der Australier definitiv wider.
Wer den Cent nicht ehrt, dem wird der Dollar nicht verwehrt?
Eine Debatte, die wir schon eine Weile in Deutschland führen, die aber in Australien schon ganz selbstverständlich ist: Obwohl die Preise in den Restaurants und Läden bis auf den krummen Cent genau aufgeführt werden, gibt es hier drüben keine 1- oder 2-Cent-Stücke und daher wird beim Bezahlen einfach passend auf- und abgerundet.
Anfangs hab ich mich mit meiner über-korrekten-deutschen[vielleicht auch kleinlichen] Art schon ein wenig dagegen gesträubt - ich mein 150x solcher abgerundeter 1-Cent-Aktionen ergeben zusammen auch einen Cheeseburger bei Mäcces *hust* Aber dieser vereinfachte Umgang mit den kleinen Centbeträgen macht das Leben doch etwas unkomplizierter.
How to speak Australian
Vorab - mir ist es auch in Deutschland aufgefallen, dass ich arg Probleme bekomme wenn es um Dialekte geht. Aber für mich klingt der australische Akzent wie der coole, kiffende Bruder des British English, der einfach so vor sich her nuschelt. Mein Englisch ist relativ akzeptabel, aber es ist schon so oft vorgekommen, dass ich zwei Drittel der Konversation allein aufgrund des Akzents eigentlich nicht verstanden habe und im Endeffekt nur am Grinsen und Nicken war [die haben dann wahrscheinlich eh gedacht ich wäre eine Fresh-Off-the-Boat-Asiatin *höhö*].
Das Schwierigere liegt wahrscheinlich auch noch daran, dass Australier sehr gerne abkürzen - also einfach am liebsten alles und in einer ganz merkwürdigen Art, die für mich fast wie eine geheime "Teenie-Sprache" klingt. Da ist es ganz besonders schwierig reinzukommen, wenn man noch nicht "ganz drin" ist.
Das Video von den beiden australischen Jungs Josh und Rhy"Abbreviate Everything" demonstriert diesen Hang zu Abkürzungen einfach perfekt:
BBQ - wherever you go!
Wenn ich an Australien gedacht habe, habe ich mit dem Land auf der anderen Seite der Erdkugel Sonne, Strand, Outback, Känguruhs, unheimliche Viecher und ganz viel brutzelnden Fleisch beim BBQ in Verbindung verbracht. Und da hat sich einiges definitiv bestätigt - besonders das BBQ!
Ich weiß nicht, ob es überall in Australien so ist, aber in Queensland und New South Wales zum Beispiel findet man fast in jedem öffentlichen Park oder in der Nähe von Spielplätzen elektrische Grillplätze - Japs, genau! Elektrisch betrieben! Die sind fast ausschließlich überdacht und man bringt einfach sein Grillszeugs mit, drückt etwas länger auf einen Knopf bis das ein Lämpchen leuchet und die Grillplatte brutzelt für die nächsten 20 Minuten Fleisch, Maiskolben oder sonstiges himmliches Grillfutter.
Das nenn ich doch mal gut investierte Steuergelder!
[Naja, in einem Land wo man auch noch im "Winter" 18-23°C hat, lohnt sich das auch eher *höhö*]
Ich verbringe vergleichbar eine relativ kurze Zeit in Australien und habe gerade meine dritte Woche hinter mir, aber das sind bisher die australischen Eigenarten, die mir besonders markant aufgefallen sind und wahrscheinlich auf ewig in Erinnerung bleiben werden.
Wart ihr schon mal in Australien und habt Ähnliches erlebt?
Oder was war die spezifischste Besonderheit im Ausland, die für euch die Mentalität der Menschen des Landes widergespielt haben?
In den vergangenen Jahren habe ich eine besondere Vorliebe für Listen entwickelt und zwar für jegliche Lebenslage - es hat eigentlich ganz simpel damit angefangen, dass ich gemerkt habe wie viel ich erreiche und erledigt bekomme, sobald ich mir sogar noch vor dem Frühstück eine To Do-Liste für den Tag erstelle. Das befriedigende Gefühl nach jeder erledigten Aufgabe die Liste vorzuknöpfen und durchzustreichen ist oft schon Belohnung genug für mich!
[Mein Tipp für nervige Angelegenheiten wie Hausarbeiten oder Aufräumen: Aufgaben in kleinere Einheiten aufteilen, sodass man tatsächlich "Erfolg" erkennen kann und nicht das Gefühl hat vor einem riesigen Berg zu sitzen und nicht zu wissen wo man eigentlich anfangen soll!]
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viel zu oft den Gedanken hatte "Ach, dafür ist doch noch genug Zeit..." bis ich dann Tag für Tag im Alltag versunken bin. Manchmal weiß ich selbst nicht worauf ich warte um die Tage tatsächlich sinnvoll zu nutzen [vielleicht bin ich auch einfach eine geborene Couch Potato], manchmal warte ich bis die Uhr tatsächlich tickt und ich in Zeitnot gerate.
Oder wie damals als ich im Auslandsjahr in Korea erst in den letzten beiden Monaten die günstige Lage genutzt habe um nach TokioundHong Kong zu fliegen - statt es bereits in den zehn Monaten zuvor in aller Ruhe irgendwann gemacht zu haben.
Oder wie damals als ich dann in Seoul erst in den letzten Wochen ins Königspalast gegangen bin, mit meinen Mädels die traditionellen Kleider anprobiert habe und zum ersten Mal nach Hyehwa gefahren bin!
Man erkennt irgendwie schon ganz deutlich ein Muster: Ich mach gern alles auf den letzten Drücker!*hust* Zum Glück habe ich zumindest ein bisschen aus meinen Erfahrungen gelernt und mir zwei Angewohnheiten angeeignet um gegen das kartoffelige Dasein anzukämpfen:
Für mich ist es zum Ziel geworden jeden Tag mindestens ein Foto auf Instagram hochzuladen - nicht, weil ich mich um ein Hochglanzprofil bemühe, sondern weil ich mir dadurch automatisch jeden Tag vornehme etwas Besonderes, etwas Außergewöhnliches für mich zu tun oder mir einfach nur bewusst eine kleine schöne Auszeit zu nehmen.
Es ist eine Art "Tagebuch" für mich geworden, weswegen ich es nie geschafft habe ein besonderes "theme" für mein Profil durchzuziehen - Weil jeder Tag einfach doch ein bisschen anders ist und die Bilder auch meine Stimmungen und Launen widerspiegeln.
The list
Track your life Goals
Ich glaube vor Jahren habe ich bereits schon eine Einladung zu der Seite "Bucketlist" bekommen, aber damals habe ich noch gedacht, dass ich "jetzt noch keine Zeit, kein Geld und keine Möglichkeiten" dafür hätte. Aber die Sache ist die: "Wenn nicht jetzt, wann dann?"
Food-, Sightseeing- und To Do-Listen habe ich auf Reisen schon immer angefertigt, aber warum nicht mehrere Listen anfertigen um den Alltag Alltag sein zu lassen: Dinge, die man wirklich und tatsächlich bis zum Jahresende erledigt haben möchte [und nicht sowas wie 10kg abnehmen, sondern fünf neue Rezepte ausprobieren oder alternativ auch fünf neue Restaurants *höhö*], oder eine Film-Liste[weil man sonst immer wieder zu denselben Filmen greift oder viel zu lange sucht und am Ende doch eine Folge Supernatural, Big Bang Theory oder HIMYM schaut] oder eine richtige Bucketlist fürs Leben.
Natürlich gibt es für alle Punkte der Liste seine eigene Zeit und ich sag auch nicht, dass man all sein Hab und Gut verkaufen sollte, seinen Rucksack packen sollte um sich auf den Weg zu machen um seine Liste abzuhaken - aber eine Liste zu haben, die man vor Augen hat, die man korrigieren und abändern, auf der man Punkte hinzufügen und durchstreichen kann, war für mich der erste Schritt in die richtige Richtung.
Das klingt möglicherweise nach etwas Arbeit und von meiner Seite aus viel zu euphorisch, aber ich bin wirklich happy, dass ich diesen Tick mit den "Listen" entwickelt habe [auch wenn ich teilweise schon von meinen Freunden dafür geneckt werde... *hust*]. Allein wenn ich auf das vergangene Jahr zurückblicke gibt es so viele Dinge, die ich ohne den Drang meine Liste endlich "abzuarbeiten" vielleicht nie in Angriff genommen hätte:
Ich hätte den Tandemsprung mit meinem Bruder nicht gemacht [weil ich mächtig Respekt vor Höhen habe, aber da war damals ein Angebot auf Groupon und ich dachte "Dann kommt es endlich runter von der Liste!"]
Ich hätte nicht mein letztes Erspartes zusammengekratzt um einmal Weihnachten in Paris zu verbringen und endlich ins Disneyland Paris zu gehen [mein Ziel ist es alle Disneyparks auf der Welt zu besuchen!]
Ich hätte mich nie zu einer Reise nach Indien getraut [... weil man doch so vieles Schlechtes in den Medien hört, wäre ich wohl nie allein geflogen! Aber dank der Studienreise nach Mumbai und Pune bin ich unendlich dankbar für das bunte, chaotische und exotische Abenteuer und die daraus entstandenen Freundschaften]
ich hätte es mit dem Segelausflug nie richtig organisiert bekommen [und wäre dann wahrscheinlich auch bisher noch nicht nachts im Bodensee Nacktbaden gewesen *muhahaha* Davon gibt es zum Glück keine Fotos]
...und ich würde wahrscheinlich jetzt nicht gerade bei meinen Freunden in Brisbane sitzen und diesen Blogbeitrag tippen.
Im Alltag ist es schwierig die richtige Balance zu finden zwischen Arbeit und Erholung, zwischen den Dingen, die man tun muss und die man tun will. Aber in 10 oder 20 Jahren werde ich mich nicht an die Tage erinnern, die ich gefrustet über den Lehrbüchern verbracht habe oder an denen ich komplett faul auf der Couch rumgelegen habe [aber manchmal muss das auch sein!].
Daher ist es mir wichtig in Bewegung zu bleiben und etwas Auszeit, etwas bewusste Erholung oder etwas Spannendes [klingt fast wie ein Ü-Ei!] mit in jeden einzelnen Tag zu integrieren.
Neben meinen gekritzelten Listen und meinen imaginären Listen habe ich mir gedacht, dass ich mich wieder mal an der Seite "Bucket List" ran tasten möchte und habe mir gerade eben erst beim Tippen dieses Blogbeitrags einen neuen Account erstellt *höhö*
Hier ist meine noch-nicht-richtig-angefangene Bucket-Liste!
Seid ihr auch auf Bucket List?
Hinterlasst mir doch euren Account, damit ich euch folgen und mich von euch inspirieren lassen kann [*hust* Ideen klauen *hust*]
Wie findet ihr Listen?
Habt ihr vielleicht auch eine Angewohnheit mit To Do-Listen?
Long
time no Circle Lenses on the blog! Dem Datum nach ist die letzte Review über Circle Lenses schon über ein Jahr her - dafür, dass ich damals quasi mit Berichten über Circle Lenses und Gesichtsmasken gestartet habe, sah es für lange Zeit eher mau auf dem Blog aus! Das wollen wir doch mal fix ändern!
Und zwar handelt es sich dieses Mal um meine ersten echten Grünen - vor ein paar Jahren habe ich mir die Adult Green von EOS bestellt, die auf den Augen leider doch eher deutlich ins Bläuliche gingen [Selfiegame wasn't that strong that day *hust*].
Die Linsen erkennt ihr vielleicht aus dem Beitrag "Film-Liebe" wieder, in dem ich die chinesische Schauspielerin Fan BingBing in ihrer Rolle als "Blink" nachgeschminkt habe - die Linsen sind auffällig, groß und ganz weit entfernt von natürlich.
Farbe 5/5: Unglaublich schöner, mystischer Grünton - obwohl ich den gelben Innenring anfangs etwas abgespaced fand, ist die Kombination des Gelbs und der Grünnuancen richtig hübsch!
Design 4/5: Simples 3-tone Design, das man schon kennt und das eigentlich immer geht. Hübsch, aber jetzt kein Wawawoow-Effekt.
Komfort 4/5: Für Kontaktlinsen mit einem solchen Durchmesser von 14,5mm finde ich einen Wassergehalt von 38% meist viel zu wenig - jedoch gingen diese Linsen relativ gut und man bemerkt sie für die ersten 3-4 Stunden kaum
Enlargement 4.5/5: Bäm! Der fehlende schwarze Außenring lässt die Linsen "natürlicher" und nicht allzu groß erscheinen, wie andere kleinere Linsen mit schwarzem Ring - wie z.B. diese Pinken von EOS.
Overall 4/5:
Ich mag die Linsen unheimlich gerne und mag den Effekt, den die Linsen erzielen. Aber es kommt natürlich immer darauf wann zu welchem Zweck man die Circle Lenses kauft - wenn man sie im Alltag tragen möchte, würde ich die G&G Shinny Green ganz anders bewerten. Für verrückte Looks für den Blog oder Cosplays sind die Circle Lenses auf jeden Fall zu empfehlen.
Wusstet ihr, dass die Leute in Asien auch im Alltag sehr auffällige Circle Lenses tragen? Zwar sind es dann immer noch eher natürliche Farben wie Schwarz, Braun und Grau, aber die Durchmesser und Designs sind absolut auffällig - die Leute gehen damit ganz normal zur Uni, zur Arbeit oder zum Supermarkt und sie sind immer noch im Trend!
Obwohl ich Circle Lenses vor 6-7 Jahren entdeckt habe, habe ich mich glaub ich noch nie so richtig getraut im Alltag getragen [morgens sind meine Augen vor Müdigkeit noch zu klein und krieg sie auch nicht rein... *hust*]
Wie gefallen euch die Linsen?
Welche Farben würdet ihr am liebsten an Circle Lenses ausprobieren wollen?
Als ich vor knapp einem Jahr in den Süden Deutschlands gezogen bin, hatte ich mir fest vorgenommen endlich einmal das Oktoberfest live mitzuerleben - also so richtig richtig auf den Wiesn mit einem Maß in der einen Hand, einer fetten Bretzel in der anderen Hand, Lebkuchenherz mit peinlichen Spruch um den Hals, schönem Flechtzopf[den ich nie und nimmer selbst schaffen würde] und natürlich und nicht zu vergessen in einem zauberhaften, eng geschnürten, Boobies-pushenden Dirndl!
Dank der vergesslichen und übereifrigen Vergangenheits-Miu, hatte ich das mit dem tollen Plan gar nicht mehr auf den Schirm gehabt als ich meine Flüge gebucht habe und nun verpasse ich wieder einmal das Oktoberfest. Das ist gerade dermaßen Meckern auf höchstem Niveau [mimimimiii...], aber ich fand es bisher immer schade die gute Gelegenheit zu verpassen ein Dirndl tragen zu dürfen! Während man in anderen Ländern die traditionellen Trachten noch viel häufiger trägt {das vietnamesische Kleid "Ao Dai" wird beispielsweise als Schuluniform oder sogar zur Hochzeit getragen oder eigentlich zu jedem Fest und in den verschiedensten Farben und Schnitten}, macht man das in Deutschland kaum[naja, genau genommen ist'n Dirndl auch ein bayrischen und österreichisches Trachtenkleid, aber ich nehm es hier mal nicht so eng *hust*].
Was ich an einem Dirndl so schön finde ist, dass er klassisch-elegant-feminin ausschaut und gleichzeitig praktisch-tough wirkt - so wie ich mir die deutsche Frau halt auch vorstelle:
Hübsch, aber weiß wie man richtig anpackt!
Aber als mini-kleines Trostpflaster kann ich für dieses Jahr zumindest sagen, dass ich zum ersten Mal ein Dirndl angezogen habe! Als ich Ende April meine beste Freundin in München besucht habe, sind wir aus Spaß in ein Geschäft für die traditionellen Kleider gegangen und ich hab ganz sneaky sogar ein paar Bilder in der Umkleidekabine gemacht [darf man eigentlich nicht *hust*].
Ich hab mich so richtig in die Farbkombination verliebt und mir fest vorgenommen für das erste Mal Oktoberfest genau das Kleid zu kaufen - naja oder ein so Ähnliches *höhö*. Ich finde bei Dirndl gibt es so eine große Auswahl von Bunt, Kitschig und Auffallend bis hin zum richtig Glamourösen. Allein schon beiPeek & Cloppenburg Düsseldorf habe ich viele schöne Varianten gesehen und ich weiß gar nicht so recht mit welchem Modell in die Dirndl-Welt einsteigen soll - besonders weil man schon ein kleines Sümmchen in DAS deutsche Trachtenkleid investiert.
Habt ihr ein Dirndl daheim?
Für was für eine Farbe habt ihr euch entschieden
bzw. geht das Kleid eher in Richtung elegant oder farbenfroh?
Und noch viel wichtiger: Wart ihr schon mal auf dem Oktoberfest?
Das neue Blogdesign sollte mich eigentlich dazu motivieren wieder regelmäßig anzufangen zu bloggen und dann war ich plötzlich weg. Plötzlich waren da die letzten Prüfungsleistungen[die ich natürlich alle auf den letzten Drücker erledigen musste], die vielen Punkte auf meiner "Sommersemester-Liste"[die ich schaffen wollte, da ich nur ein Sommersemester am Bodensee verbringe] und plötzlich war ich auch schon auf meiner großen Reise.
Und das bin ich immer noch.
Nach meiner Indienreise juckte es mich noch viel zu sehr, als das ich für dieses Jahr meine Füße hätte ruhen lassen können. Und jetzt bin ich schon seit knapp sieben Wochen unterwegs - den ersten Monat habe ich bei meiner Familie in Vietnam verbracht und habe mit ihnen unglaublich schöne Kurztrips an die traumhaftesten Strände Vietnams und nach Kambodscha gemacht [...Berichte folgen später :D]
Für mich hat eine Reise nach Vietnam immer"nur" Familienbesuch bedeutet, aber mir ist dieses Mal erst aufgefallen, wie viel ich mich in der Zeit mit meiner eigenen Identität zwischen zwei Kulturen und Mentalitäten bewusst und unbewusst auseinandergesetzt habe. Wie viel ich mit meiner Familie verbinde bzw. wie viele ähnliche Eigenarten wir aufweisen, obwohl wir tausende Kilometer voneinander entfernt unseren Alltag finden. Aber ich habe mir auch stets die Frage gestellt, ob ich so wie ich aufgewachsen bin jemals in Vietnam leben könnte - vielleicht habe ich für mich selbst andere Wert im Leben gesetzt, aber auch ein anderes Bedürfnis für den Alltag entwickelt.
Ich liebe Vietnam für sein geordnetes Chaos, für das immer-währende bunte Nachtleben in Saigon und für das ständige Gefühl der "Bewegung". Aber auf der anderen Seite brauche ich auch hin und wieder einen Moment der Auszeit, des "Zur-Ruhe-Kommens" und einfach mal so viel Ruhe zu haben, dass man seinen eigenen Gedanken zuhören kann.
So erlebte ich vor ein paar Wochen einen kleinen Schock als ich in Brisbane gelandet bin - direkt aus dem Trubel Vietnams rausgerissen und rein in das gelassene und entspannte Leben in Australien. Aber ein durchaus positiver und willkommener Schock.
Der zweite große Teil meiner Reise in Australien war nie als "Urlaub" gedacht und für diese Entscheidung bin auch jetzt, wo ich mich mittendrin befinde, unheimlich dankbar. Denn hauptsächlich bin ich eigentlich hier um meine Freunde zu besuchen, die aus Deutschland ausgewandert sind - und mit ihnen kann ich den "australischen Alltag" erleben und trotzdem die wichtigsten Sightseeing-Spots abklappern.
Und das Wichtigste für mich während meiner Zeit in Australien ist, dass ich endlich Zeit und Abstand aus dem Alltag in Deutschland habe und mir ganz ungezwungen Zeit für mich nehmen kann. In den letzten Monaten ist viel passiert und auch wenn ich so ziemlich wieder zu meinem "alten Selbst" wiedergefunden habe [ganz melodramatisch hier], ist es ganz gut mal etwas Leerlauf zu haben und von der Ferne einen Blick auf die vergangene Zeit zurückwerfen kann [uff, klingt n bisschen so als hätte ich die letzten Tage die Nase wieder viel zu lang in Belletristik-Romane gesteckt *hust*].
Und Zeit für den Blog scheine ich auch noch zusammenkratzen zu können*höhö*
Was habt ihr eigentlich am liebsten?
Ständiger Trubel um euch herum - so richtig Großstadtmäßig -
Ich persönlich habe mich die letzten zwei Jahren zu einer richtig große Film-Liebhaberin entwickelt und besonders momentan da so viele gute Filme in die Kinos kommen, habe ich das starke Bedürfnis heimlich ins Kino zu ziehen und mich von Popcorn und Nacho zu ernähren - hätte ich jetzt nicht wirklich was gegen einzuwenden *höhö*
Erst vor ein paar Tagen bin ich im Kino gewesen und muss zu meiner Schande gestehen, dass ich fast vier Wochen nach dem Erscheinungsdatum erst den neuen X-Men Film geschaut habe! In die Welt der Mutanten würde ich mich schon ganz gern katapultieren lassen und besonders seitdem meine chinesische Lieblingsschauspielerin Fan Bing Bing die Rolle der Blink in "Zukunft ist Vergangenheit" verkörperte, habe ich auch so ziemlich meine Lieblingsfähigkeit entdeckt [natürlich nicht nur, weil sie Asiatin ist *hust* Bin doch keine Rassistin *hust*].
Bereits 2014 nachdem "Zukunft ist Vergangenheit" in die Kinos gekommen ist [und ich in der einen Woche direkt zwei Mal rein gegangen bin], habe ich in Seoul ganz spontan und ohne viele Hilfsmittel [da Auslandsjahr und wenig Krams] den Blink-Look geschminkt. Wieder vom X-Men Fieber gepackt wollte den Look nochmal für den Blog schminken und diesmal sogar mit einem richtigen Fischgrätenzopf, da meine Haare in der Zeit auch um einiges gewachsen sind.
Verwendete Produkte für den kompletten Look: MISSHA - Geum Seul Vitalizing BB Cake* The Balm - Bahama Mama Urban Decay - Primer Potion BHCosmetics - 88 Color Palette Matte Eyeshadow I heart Make Up - Make Up Geek-Palette Missha Cosmetics - Super Extreme Power Proof Eyeliner Anasatasia Beverly Hills - Dipbrow Pomade in Soft Brown Fing'rs - Wimpernkleber Smashbox - Vivid Violet
Mit dem inspirierten Make Up habe ich mich schon fast wie Blink gefühlt. Früher als Kind habe ich so gerne Filme und Serien geschaut, dass ich mir richtig vorgestellt habe, dass wenn man den Fernseher in einer bestimmten Szene kaputt machen würde und in den Fernseher quasi hineinsteigen würde, würde man sich in dieser Welt wiederfinden. Und so war ich schon fast richtig neidisch als ich gesehen habe, dass die Telekom in ihrer neuen Kampagne für das NG TV so viele klassische Filmszenen nachgedreht hat.
Und zum Schluss natürlich noch ein paar Miu-mäßige Bilder im Blink-Look. Jedes Mal wenn ich solche bunten Make Ups schminke, versetze ich mich gerne in die Figur, aber nach und nach weiß ich dann meist doch nicht mehr wie ich posen soll und dann kommen solche Werke bei raus:
Habt ihr schon den neuen X-Men gesehen?
Seid ihr auch so Film-affin oder bevorzugt ihr dann doch lieber Serien?
Seit gestern erstrahlt miutiful in einem ganz neuen Look - ich bin ganz hibbelig, da dies auch direkt der erste Blogbeitrag ist, der mit diesem Layout online gehen wird! Gezaubert hat die talentierte Mira, die die meisten von euch wahrscheinlich noch von Copy Paste Love kennen und die ich nun auch schon seit 5 Jahren kenne!
Neues Layout, neue Motivation
Miutiful gibt es nun seit dem 10.06.2016 tatsächlich schon seit 6 Jahren und es wurde einfach langsam Zeit sich ein neues Kleidchen anzuziehen, denn auch ich habe mich in dem Zeitraum verändert und bin auch nicht mehr 19! *hust*
Das Hauptaugenmerk des neues Layouts war es, dass ich mich selbst in dem Blog, dem Design und den Themen wiederfinde - bisher hatte ich das Problem, dass ich selbst nie wirklich definieren konnte, worüber ich genau schreibe und das hatte sich in dem Design auch wiedergespiegelt. Ich werde auch weiterhin über die schönen Seiten des Lebens bloggen, aber mit dem Fokus auf Reisen und Beauty, wobei ich Abschweifungen in die Bereiche Food, DIY und co. unter Lifestylezusammenfasse.
Wenn ihr mit der Maus über die Kategorien oben in der Leiste fahrt, werden sich Unterkategorien und Themen öffnen - damit ihr direkt zu den Blogbeiträgen kommt, die euch interessieren. Rechts oben findet ihr die Social Media-Buttons, so dass ihr mich überall finden könnt - also, wenn es ihr wollt *höhö* - als auch die Suchfunktion!
Das Mosaik ersetzt ein Banner - es stellt sich immer wieder neu zusammen und zeigt euch die vier aktuellsten Blogbeiträge auf www.miutiful.de!
Im Footer findet ihr die beliebtesten bzw. meist geklickten Blogbeiträge, die aktuellsten Instagram-Bilder und die TAGs, wenn ihr weiterstöbern möchtet.
Und zum Schluss mein absolutes Highlight des neuen Blogdesigns:
Sobald ihr nämlich auf einen Artikel klickt und von der Hauptseite weggeht, verschwindet das Mosaik und das erste Bild erstreckt sich über die Länge des Mosaik-Banners! Ich bin richtig verliebt in diesen Effekt!
Mira hat hier mega viel Glitzerstaub verteilt und eine Engelsgeduld bei mir walten müssen - aber ich bin einfach rundum glücklich! Besucht meine gute Fee auf ihrer Homepage und Facebookseite!
Das Layout an sich ist für mich perfekt, jetzt setz ich mich mit mehr Motivation ran und werde die Kategorien ausfeilen, die Seiten auf den neusten Stand bringen und durch die Veränderung mit dem Banner sind leider die Bilder der alten Blogbeiträge etwas unscharf, wenn sie oben im Headerbereich erscheinen, aber das werde ich nach und nach austauschen!
Ich freue mich so richtig wieder aufs Bloggen und bin gespannt auf euer Feedback!
Falls euch etwas auffällt oder ihr Anregungen bezüglich Themen, Produktwünschen, etc habt, freue ich mich natürlich! ^-^//
Was macht man am liebsten, wenn man eigentlich lernen sollte, wichtige Präsentationen bevorstehen oder eigentlich noch Unmengen an Reisevorbereitungen anstehen? Richtig! Wenn man eh schon am Laptop sitzt, kann man ja ohne Probleme als kleine Belohnung zwischen den Lerneinheiten ein wenig Online Shoppen gehen! *höhö* [Was denn auch sonst, oder?]
Im Sommer mutiere ich zu einem absoluten Kleidmädchen - leider schwankt das Wetter hier am Bodensee den ganzen Tag über ziemlich stark. Morgens laufe ich in Jeanshose, Pulli und Jacke raus und gegen Mittags kommen mir Mädels in kurzen Shorts und Tops entgegen, die auf dem Weg zum Baden im Seerhein sind. Daher habe ich es mir jetzt langsam angewöhnt morgens ein Kleidchen anzuziehen und drüber einen leichten Pulli und Überzieher, so dass ich mich im Laufe des Tages entzwiebeln kann[oder ich verstecke irgendwo an der Hochschule einen kleinen Kleiderschrank mit Klamotten zum Wechseln *höhö*]...
Auf SheIn habe ich vier Kleider gefunden, die mir richtig gut gefallen und irgendwie fallen sie alle in einen ähnliche Stilkategorie: Feminin, leicht und schlicht.
Ich habe nämlich bei den Kleidern noch an die bevorstehende Reise gedacht, also welche man am ehesten noch in die hinterste Ecke im Koffer rein knüddeln könnte, und bei den Kleidern könnte man mit den richtigen Accessoires, Schuhen und Taschen tagsüber zum Flanieren tragen oder auch abends in ein schickes Outfit wandeln.
Kleines Gewinnspiel
Erinnert ihr euch vielleicht noch an dieses Kleid vom Beitrag zum Thema "Leuchtmitteldilemma"? Leider ist es mir zu groß, so wie auch das süße Sommerkleid hier, dass ich erst vor kurzem von SheIn zugeschickt bekommen habe. Obwohl ich normalerweise bei Kleidern selbst die Größe 'S' trage, sind mir beide Kleider ein Stück zu groß und ich fände es schade, sie im Kleiderschrank versauern zu lassen.
Daher habe ich mir gedacht, dass ich lieber eine von euch damit glücklich machen und für den Sommer ausrüsten möchte! ^-^// Zu gewinnen gibt es also zwei schöne Sommerkleider in der Größe 'M' - Beide Kleider sind bisher nur 1x daheim anprobiert worden!
Teilnahmebedingungen:
Das Gewinnspiel startet jetzt und endet am Sonntag, den 19.06.2016 um 23:59Uhr!
Regelmäßiger Leserdes Blogs sein (egal ob GFC, Bloglovin, RSS oder Blog-Connect) Neue Leser sind herzlich Willkommen!
Volljährig oder im Gewinnfall die Einverständniserklärung des Erziehungsberechtigten
Die Gewinner werden am 20.06.2016 per Mail benachrichtigt.
Nur eine Teilnahme pro Person! Mehrfachteilnahmer werde ich von diesem Gewinnspiel ausschließen.
Um teilzunehmen, hinterlasst mir einen Kommentar mit eurer E-mail Adresse [auch gerne verschlüsselt mit [at und dot]
Hoffe euch gefällt das kleine Gewinnspiel für den Sommer! ^-^//
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wirklich viele von euch bei meiner *Umfrage für die Bachelorarbeit*
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[image: andysparkles-beautyblogger-boho-look-space-buns]
*Summer Boho - bei meinem neuen Beautylook setze ich auf viel Metallic,
Glitzersteinchen und Space...
(And also unacceptable for any form of internet drama. Also, my thoughts on
the saga)
So Taylor Swift and Kim Kardashian are having a huge fight right now...
Ich liebe Lippenstifte und Blushes, das dürfte bekannt sein. Aber auch
Düfte sind meine Leidenschaft. Und warum sollte ich es also vorenthalten,
wenn ich e...